Tagebuch

 

 

30Juni 2017


Nach einem herrlichen Frühstück hat mich Frank von Bünde zum Hauptbahnhof Osnabrück gefahren. Dort bin ich dann um kurz nach 08:00 Uhr gestartet.

Kerstin und Frank

Start in Bünde. Mit Kerstin und Frank

Da ich wusste, dass es heute eine lange Strecke wird wählte ich die Landstraße und kam gut voran, da der rechte Fuß heute wieder gut mitspielte.

Freitagsverkehr

So sah es heute meistens aus.


Allerdings gab es meistens keinen Rad- oder Fußweg, weshalb ich sehr vorsichtig sein musste, bei starkem Freitagsverkehr nicht angefahren zu werden. Alles ist gut gegangen bis nach Lengerich, wo ich mir zwei Glassplitter in den linken Fuß trat😟

Einen konnte ich entfernen aber der Andere hat mich die nächsten 10 Kilometer begleitet, was sehr unangenehm war! Merkwürdigerweise ließ das Stechen irgendwann nach und ich konnte die letzten 3 Kilometer wieder schmerzfrei gehen. Insgesamt wurden es dann 34 km.

Belohnung

Belohnung am Abend

Im Hotel angekommen, belohnte ich mich mit einem schönen Bier und leckerem Flammkuchen mit Lachs und Lauch😉



 


29Juni 2017


800 Kilometer sind bezwungen!!!

Frank hat mich heute rund um Bünde herum auf einem 20 km Gang begleitet und mir dabei einiges von seiner Heimat gezeigt.

Frank

Grade habe ich, in Begleitung von
Frank, die 800 km geknackt...

Wir sind bei leichtem Regen durch eine wunderschöne Landschaft entlang des Flusses "Else" gegangen. Auch heute gab es wieder herzliche Begegnungen mit Menschen aus der Region, die sehr interessiert und angetan von meiner Aktion waren.

Der Fanclub aus Bünde

Der Fanclub aus Bünde

Bünde ist eine schöne Stadt, die ehemals vom Tabakhandel bzw. der Zigarrenproduktion lebte.

Als wir grade meine 800 Kilometermarke geschafft hatten, begegneten wir zwei Damen von den Zeugen Jehovas, die so nett waren und den Augenblick im Foto festhielten. Sie haben auch nicht versucht uns zu missionieren 😉

Da mein Fuß leider weiterhin beim Auftreten schmerzt und heute Morgen auch leicht geeitert hat, haben wir nur 20 Kilometer gemacht.

Zu Hause angekommen, erwartete uns Kerstin mit ihrer phantastischen Kochkunst! Es gab Thaisuppe und dreierlei Thaigerichte. Anschließend ein Tobleronemousse. Dazu einen 2005'er Barbaresco🍷

Ein Genuss von Anfang bis Ende!

Nun muss nur noch der Fuß heil werden, dann geht es morgen von Osnabrück bis Ladbergen!



 


28Juni 2017


Um 8:00 Uhr bin ich mit Frank am Hotel Wahlde gestartet, das mir die letzte Nacht gesponsert hat.

Hotel Wahlde

Jens Wastrup, Chef vom Hotel Wahlde,
ich und Frank

Leider gibt es wenig Bilder von der Strecke, da es meist wie aus Eimern gegossen hat und ich nicht sicher bin, ob mein Handy Wasser verträgt.

Windraeder

Windräder sind prägend
für diese Landschaft

Ein Foto habe ich in einer kurzen Regenpause von den Windrädern geschossen, da die charakteristisch für den heutigen Weg waren.

Ansonsten habe ich deutlich gemerkt, dass die Gegend hügeliger wird. 34,8 Kilometer habe ich mit Frank zurückgelegt, bis wir nach ca. 9 Std. In Osnabrück angekommen sind.

Franks zauberhafte Frau Kerstin und sein Sohn Falk haben uns abgeholt und zu Hause mit einem hervorragenden, auf Sterneniveau gekochtem, Essen und exquisiten Weinen verwöhnt.

Riesengarnele

Riesengarnele an
Avocado-Mango Salat

2.Gang

2.Gang: Frische Pasta
mit Bündener Pesto

Zander

Zander mit Ratatouille und
kleinen Rosmarinkartoffeln

Mein "Splitterfuß" hat heute wieder gemuckt und ist sehr druckempfindlich. Mal sehen, wie es morgen wird.

Das Dessert habe ich vor lauter Gier gegessen bevor ich daran dachte, es zu fotografieren 😉

Es war eine Creme mit frischen Himbeeren. Ebenfalls sehr, sehr lecker!!!



 


27Juni 2017


Um 07:00 Uhr bin ich bei bestem Wanderwetter in Steinfeld gestartet.

Am Ende des Ortes in Richtung Damme gibt es eine Gedenkstätte für Padre Pio, den ich um Segen für den Rest meines Weges gebeten habe.


Padre Pios

Unter dem Segen Padre Pio's

Schon kurz nach dem Ortsausgang verändert sich die Landschaft. Das "Platte Land" blieb hinter mir und ich wanderte durch die Dammer Berge. Der Weg war sehr gut zu gehen und führte mich durch herrlich frischen Mischwald bis nach Damme, wo ich schon von vielen Menschen angesprochen wurde, die mich erkannt haben, da heute ein großer Artikel in der Oldenburger Zeitung erschienen ist.

El Camino

Immer gut geleitet

Nach 24 km bin ich in meiner Unterkunft, dem idyllisch gelegenem Hotel Wahlde angekommen.

Um 18:00 Uhr treffe ich meinen Freund Frank, der mich morgen und übermorgen begleiten wird. Da Frank ein Feinschmecker, Weinfreund und -kenner ist, freue ich mich schon auf das gemeinsame Wandern aber auch auf das gemeinsame Essen und Trinken 😉



 


26Juni 2017


Nach wiederum königlichem Frühstück mit Monika und Arno, die extra früh für mich aufgestanden sind, ging es um 07:00 in Visbek los.

Das Wetter war gut zum Gehen. Wolken, Sonne, leichter Regen und etwas über 20 Grad waren ideal. Die Strecke an der Kreisstraße entlang war meistens gut begehbar, außer in der Gegend von Vechta. Dort gab es zwar schön verdichteten Asphalt, auf dem ich hätte gut laufen können, man hat ihn allerdings großzügig mit einer ordentlichen Schicht Rollsplitt bedeckt... Ich frage mich warum? Vielleicht ist es auch noch der Splitt vom Winter gewesen, den man in Vechta wahrscheinlich gleich für den nächsten Winter darauf lässt. Das war über ca. 6 km echt schlimm.

Ein wenig Rast...

Ein wenig Rast...

In Vechta habe ich mir dann auch noch in einem Eiscafé eine Glasscherbe in einen Zeh getreten. Hat gut geblutet, aber dank Niedermaier "skin repair" und Sekundenkleber bekam ich die Wunde geschlossen.

Auffällig waren die vielen Schweine- und Hühnermastbetriebe auf der Strecke. Positiv aufgefallen sind mir heute die freundlichen Menschen unterwegs. Fast jeder, auch jugendliche Radfahrer, der mich überholte oder mir entgegenfuhr, rief mir ein freundliches " Mion" zu!

Pferde

Ich glaube, die fanden
den Barfußmann komisch 😉

Nach 35 Kilometern bin ich dann im Pfarrhaus in Steinfeld angekommen. Allerdings gab es dort keine Bettwäsche. Die Pilger bringen normalerweise ihre Schlafsäcke mit. Glücklicherweise konnte ich kurzfristig noch ein Hotelzimmer buchen.

Nun ist Ausruhen angesagt!



 


25Juni 2017

700 Kilometer sind geschafft!!!


Heute habe ich das erste Drittel meiner Tour erreicht!

Da ich heute in Visbek "Ruhetag" hatte, ging es heute um 09:00 Uhr mit einem hervorragenden "Pressefrühstück" los, zu dem Arno und seine Frau Monika eingeladen hatten. Auch Alfred Kuhlmann, der Stellvertretende Bürgermeister, war dabei und übergab mir neben einer Spende für meine Projekte auch spannende Bücher über Visbek und eine Flasche Visbeker Birnenschnaps! Aufgrund des Gewichtes werden mir die Sachen nach Hause gesendet.

Dann bekam ich noch eine Ortsführung durch Gerbert Schmedes, einem sehr kundigen und sympathischen Gästeführer, der mich sogar an seinem heutigen Geburtstag exklusiv betreute!

Gerbert

Mit Gerbert an der Visbeker Grotte

Grotte

Sehr beeindruckend war die Visbeker Grotte, die der Grotte in Lourdes nachempfunden wurde.


Sehr sehenswert ist sowohl die katholische wie auch die evangelische Kirche. Beide auf ihre eigene Art sehr hell, einladend und wohltuend!

Figuren

Historische Figuren vor der Vitus Kirche

Als ich auf eigene Faust noch ein paar Kilometer um den Ort herum ging, begleiteten mich noch Timm und Tristan Günther, zwei sehr nette Jungs, ca. 6 und 9 Jahre alt, die mir den besten Weg zum Hotel wiesen😉


Nun ist 18:00 Uhr und ich sitze mit Mechthild, Monika und Arno in ihrem Lokal und wir trinken leckeren Rotwein und werden noch gut speisen!



 


24Juni 2017

"Der Stundenschluck"


Heute war ein etwas verregneter Tag, was das Laufen angenehm gemacht hat. Die Strecke von 27 km war eher unspektakulär, da ich, auf Grund meiner noch schmerzenden Splitterwunde, den Camino nach kurzer Zeit verlassen habe.

Der zum Teil sehr schotterlastige Weg verlangte meinem Fuß doch zuviel ab. Darum wählte ich den gut asphaltierten Rad-/Fußweg entlang der Hauptstraßen, der sich von Harbstedt bis Visbek gut gehen ließ. Sogar so gut, dass ich gegen Ende noch zwei Kilometer joggen konnte😉

Stundenschluck


"Stundenschluck"

Ich erzähle Euch heute darum von meinem neuen Ritual, dem "Stundenschluck". Da ich immer zu wenig getrunken habe und sich das gegen Ende meiner Tagesetappen in meiner Fitness negativ auswirkte kam ich auf die Idee, immer ab 09:30 Uhr im Stundentakt einen Schluck zu trinken, ob ich Durst habe oder nicht. Wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr Euch anschließen und immer um "Halb" an mich denken und einen "Stundenschluck" mit mir gemeinsam trinken! Tut auch Eurer Fitness gut😉


Arno Wigger

Mit Arno Wigger,
meinem Übernachtungssponsor
für 2 Tage in Visbek

In Visbek angekommen, empfing mich der Hausherr Arno vom Landgasthof Wigger, der mir die kommenden 2 Tage Kost und Logis gewährt, sehr warmherzig.



 


23Juni 2017

grossartig

Weyhe ihr seid großartig!!!

Um 7:30 Uhr bin ich nach einem herrlichen Frühstück bei Ute und Wolfgang gestartet.


Ute und Wolfgang

Ute und Wolfgang vom
Bed&Breakfast in Weyhe

Eine Abordnung der Gästeführerinnen begleiten mich, mit Zwischenstopp beim Doc, der meine Splitterwunde begutachtete, bis zur "Abschiedssteele".


Katrin

Katrin, die mich heute begleitet
hat und die Gästeführerinnen,
die mich bis zur Stadtgrenze
brachten, nach dem Arztbesuch

Dann humpelte ich mit Katrin, die mich bis fast nach Harbstedt begleitete, weiter.


mitten im Wald

Gefunden mitten im Wald am Camino

War ein harter Tag für mich, denn die Wunde blutete immer wieder und tat aasig weh! Dennoch schaffte ich es, die 28,7 km bis zum Akzent Hotel, wo ich heute übernachte.

Ich hoffe sehr, dass es morgen wieder flüssiger läuft!



 


22Juni 2017

Das absolute Highlight auf meiner bisherigen Tour!


Um 07:00 Uhr bin ich mit meiner Tochter Romana in Bremen gestartet. Wir sind an der Weser und dem Werdersee entlang in Richtung Weyhe gestartet.

Einem heftigen Unwetter in Norddeutschland sind wir buchstäblich am Rande entkommen. Wir gingen genau an der Wettergrenze entlang, so dass wir ein paar wenige Tropfen abbekommen haben, aber das Schlimmste an uns vorüberzog.

Nach 16 km kamen wir an der Ortsgrenze Weyhe an, wo uns an der "Willkommensstelle" etwa 20 Menschen mit einem großen Plakat empfangen haben! So etwas habe ich auf der Tour noch nicht erlebt!!!


Empfang in Weyhe

Empfang in Weyhe

Weyher Gaeste...

Mit den Weyher Gästeführer/innen

Erika Christmann von den Gästeführern hat einen unglaublich schönen Tag für mich organisiert! Zunächst wurden wir von den Gästeführerinnen und interessierten Bürgern begrüßt. Eine 75-jährige Dame war extra für mich aus Warstein angereist! Dann kam der BM Dr. Andreas Bovenschulte, Wirtschaftsförderer Dennis Sander und Ines Hansemann vom Stadtmarketing sowie diverse Pressevertreter.


Erika

Mit Erika und BM
Dr. Andreas Bovenschulte

Anschließend begleiteten uns einige bis zu einer Pilgerstempelsteele, wo ein sehr schönes Picknick vorbereitet war und dann weiter bis zu meinem heutigen Quartier bei Ute und Wolfgang Tandecki.

Nach einer Ruhezeit trafen wir die meisten am Abend zum Essen und anschließender Vorstellung im Weyher Theater. Wir sahen dort eine hervorragende Vorstellung von "Willi Winzig".

Kleiner Wermutstropfen kam beim Heimgang. Ich habe mir wieder einen Splitter eingefahren, von dem ich hoffe, dass er mir morgen keine Probleme bereitet! Davon abgesehen war es der beeindruckendste Tag auf meiner bisherigen Tour!

 

Danke Weyhe!!!

 



21Juni 2017

600 km sind geschafft!!


Heute bin ich mit meinem Schwiegersohn Mario von Otterstedt 26 km nach Bremen gelaufen.

Es war ein schöner, heißer Sommertag und wir sind durch schöne Orte, wie z.B. Fischerhude und herrliche Landschaft gelaufen.


Wuemme

Überqueren der Wümme

Unterwegs begleitete uns Jonny Thump von Radio Bremen 4 und um 16:00 Uhr war ich im Studio von Radio Bremen.


Radio Bremen

Im Studio von Radio Bremen

Zwischendurch noch ein Fußbad mit meinem Enkel


Enkel Finn

Kühles Fußbad mit Finn

und heute Abend halte ich noch einen Vortrag in der Stadt, mit dem Titel: "Barfuß oder Lackschuh - Die Polaritäten unseres Lebens!"


Ein prall gefüllter Tag und die Füße brennen....

 



20Juni 2017

Ein heißer, herrlicher Sommertag.


Um 07:30 startete ich vom Hotel Central in Zeven.

Mein Schwiegersohn Mario war so nett, mir den Rucksack schon abzuholen, da ich heute und morgen bei meiner Tochter Romana, Mario und meinem Enkel Finn in Bremen übernachte.

Sie holten mich in Otterstedt ab und bewirten mich mit allerlei Köstlichkeiten!


Die Strecke von 24 km bis Otterstedt habe ich, vom Rucksack befreit, recht schnell geschafft. Die Strecke war sehr schön, bis auf ca. 4 km, auf denen ich meine Fähigkeiten als Fakir testen durfte!



Torfzug

Torfzug

Keramigscherben

Bodenbelag aus Glas-,
Keramikscherben und Schotter

Der Waldboden wurde zur Stabilisierung mit einer Mischung aus Glasscherben, Keramikreste und Schotter ausgestattet. Für Schuhträger kein Problem aber für Barfüßige eine Herausforderung!

Auch diese haben meine Jungs ohne Verletzung gemeistert!

 



19Juni 2017

Heute bin ich mit Robert, der mich bis Zeven begleitet und meinen Rucksack getragen hat, um 07:30 Uhr im Kino-Hotel Meyer gestartet.


Robert

Mit Robert, meinem heutigen
Begleiter und wackeren
Rucksackträger

Wenn ihr nach Harsefeld kommt, müsst ihr unbedingt dort absteigen und auch das urige, gemütliche Kino besuchen. Sie haben viele Preise für ihr Konzept bekommen und zeigen sehr hochwertige Filme in toller Atmosphäre!

Es war schon morgens sehr warm und wir kamen am Anfang sehr gut voran.


Baumstumpf

Ein Baumstumpf, der mit
poetisch beschrifteten Steinen
auf dem Camino steht

lesenswert

lesenswert


Oersdorf

Entlang des Camino

Sueterlin

Sogar in Sütterlin,
mit Übersetzung auf dem
kleinen Stein

Nach ca. 3 km begegneten uns Jörg und Chris, die schon seit 5 Wochen auf dem Camino unterwegs sind und hinter einer Scheune im Zelt übernachtet haben. Wir schlossen uns zusammen und gingen gemeinsam bis Heeslingen. Es gab gute Gespräche und meine 3 Begleiter, genau gesagt 4, denn sie hatten Jörgs Hündin dabei, haben mir heute moralisch sehr geholfen, denn der Untergrund war über lange Strecken sehr anspruchsvoll für meine Füße und ich hatte nicht zuletzt mit sehr heißen Asphalt zu kämpfen.


Pilgerweg

Deutlicher Hinweis
für die Pilgergemeinde

Jörg,Chris,Robert

Jörg, Chris und Robert

Ich habe zeitweise wirklich gedacht ich hätte Brandblasen unter den Füßen. Gott sei Dank hat sich das nach genauer Untersuchung nicht bestätigt!!!

Ich bin stolz auf die Leistung meiner Fußsohlen!

 

Jungs

Meine "Jungs" nach getaner Arbeit

31Grad

Bei 31 Grad ein echter Kampf
mit heissem Asphalt

Mit Robert gab es gute Gespräche zum Thema gesunde Bewegung, gesundes Laufen. Er ist Physiotherapeut und Lauftrainer. Sein System könnt ihr Euch unter www.wabaska.de anschauen. Ich konnte viel lernen.

Als wir müde und erschöpft nach 30 km in Zeven ankamen, hatte die Küche in meinem Hotel leider noch geschlossen. In der Nachbarschaft haben wir dann, obwohl die Küche eigentlich geschlossen war, aus Mitleid eine wundervolle Hochzeitssuppe, belegte Brote, einen Liter Bier für mich, zwei große Saftschorlen für Robert, 2Kaffee und auch noch Kuchen von der großherzigen Martina, vom Hotel Restaurant Paulsen, spendiert bekommen!!!


Hotel Paulsen

Robert und ich mit der grossherzigen
Martina vom Hotel Paulsen

Glücklich schreibe ich über diesen anspruchsvollen Tag, frisch geduscht und relaxed auf meinem Bett im Hotel Central, das mir die heutige Nacht sponsert!

 



18Juni 2017

Heute habe ich einen gemütlichen 10 km Sonntagsspaziergang, von Ahlerstedt, wo ich gestern "Notuntergebracht" war, bis Harsefeld gemacht.

Dort angekommen, gab es vor meinem "Kino-Hotel Meyer", das mir die gestrige und heutige Übernachtung gesponsert hat, ein Seifenkistenrennen.


Martin und Amelie

Martin und Amelie, die Chefs vom Hotel.
Sehr sympathisch!!!

Seifenkisten

Seifenkistenrennen

Anschließend am Nachmittag war ich zu einer Veranstaltung eingeladen.




Hemd, Krawatte und Anzug wurden mir geliehen und ich durfte Barfuß teilnehmen. Das hat für viel Gesprächsstoff gesorgt 😉

Alles in Allem ein etwas ruhigerer Tag, an dem sich die Füße etwas erholen konnten.

 



17Juni 2017

Über 500 km geschafft!

Glücklicherweise ist Blanka, bei der ich gestern übernachtet habe, Ärztin und hat mir meinen letzten Splitter, der schon zu eitern begann, fachgerecht entfernt!


Blanka,Marie und Bernd Dieter

Blanka, Marie und Bernd Dieter

Martin

Mit Martin am Start

Nach einem guten Frühstück bei meinen Freunden Blanka, Marie und Bernd Dieter starteten Martin, der mich heute barfuss begleitete, und ich um 09:30 mit vom Willkom Höft in Wedel. Wir setzten mit der Fähre über nach Gründeich im Alten Land.


Gruendeich

Übergesetzt nach
Gründeich

Zunächst führte uns der Camino durch eine wunderschöne Landschaft.


Landkreis Stade

Ab hier gehts wieder
zu Fuß weiter

altes land

Im Alten Land

Idylle

Idylle im Alten Land


Spruch in der Pfanne

Man beachte den
Spruch in der Pfanne

Pfanne

Das Alte Land ist berühmt für seine immensen Obstplantagen. Sehr idyllisch gingen wir einige Kilometer auf einem Deich neben dem Fluss. Wunderschön!!!


Dort trafen wir an einer Kreuzung Reiner und Brigitte, die auch ca. 2100 Kilometer durch Deutschland wandern und für herzkranke Kinder Spenden sammeln. Allerdings mit Schuhen 😉


Reiner und Brigitte

Mit Reiner und Brigitte
aus Gundelsheim

Dort trafen wir an einer Kreuzung Reiner und Brigitte, die auch ca. 2100 Kilometer durch Deutschland wandern und für herzkranke Kinder Spenden sammeln. Allerdings mit Schuhen 😉

Das waren übrigens die ersten Jakobspilger, die mir auf meiner Tour begegnet sind.

Anschließend hatten wir etwas Pech mit den Wegen, die unseren Füßen alles abverlangten.


steiniger Weg

Steiniger Weg über
viele Kilometer

Nach 6 Std. und 22,5 km kamen wir in Hasefeld an, wo der heutige Tagespate, mein Freund, Wulf Peter und seine liebe Frau Heidi, uns zum hervorragenden Abendessen einluden.


Wulf;Heidi,Ich und Martin

Wulf, Heidi Ich und Martin
im Vilazzo Harsefeld

 



16Juni 2017

Heute bin ich um 07:00 im Hotel gestartet und hatte ganz in der Nähe einen Termin im Studio von Radio HH2.

Anschließend ging ich, noch bei sehr schönen Wetter, am Rathaus vorbei, Richtung Landungsbrücken.


Hamburger Rathaus

Hamburger Rathaus

Hummel

"Hummel Hummel
- Mors Mors"

Landungsbrücken

Landungsbrücken


Hamburg hat mich mit einem riesigen Plakat an Dock 10 würdig aus der Stadt entlassen 😉


Junge, komm...

Hamburg hat keine Kosten
und Mühen gescheut,
mich würdevoll zu verabschieden!


Vor Blankenese nutzte ich die Gelegenheit, einmal wenigstens mit den Füßen in die Elbe zu gehen. Das Wasser tat den gereizten Füßen sehr gut!

Nachdem ich ca. 20 km alleine hinter mich gebracht habe, gesellte sich Kathrin zu mir, die mich bis nach Wedel begleitete. Die Untergründe haben meinen Füßen wieder einiges abverlangt und das Thema "Splitter" ist auch noch nicht durch.


Fußerfrischung

Fußerfrischung an der Elbe

Katrin

Mit Kathrin Ob'n Bolln


Kathrins Gegenwart brachte mich auf andere Gedanken, als immer an den Schmerz zu denken. Hat mir sehr geholfen!

Teilweise konnte ich heute aber auch auf wundervollem Sandstrand gehen.


Am Strand von Blankenese

Am Strand von Blankenese


Kurz vor dem Tagesziel begegnete uns Natascha, die mich sofort ansprach, dass sie doch heute Morgen im Radio von mir gehört hatte. Eine kurze, aber sehr herzliche Begegnung!


Natascha

Natascha kurz vor dem Ziel

30,9 km bin ich heute bis zur Schiffsbegrüßungsanlage "Willkom Höft" gewandert!

Und dann war das Ziel erreicht.


Das heutige Ziel

Das heutige Ziel

Hier holte mich Mein Freund Bernd Dieter ab, der mich mit seiner lieben Frau Blanka heute zu sich nach Hause eingeladen hat.

 



15Juni 2017

 

" Hamburg meine Perle".


Ein herrlicher, sonniger Wandertag begann für mich um 08:00 Uhr entlang des Alsterlaufs in Poppenbüttel.


Camino am Alsterlauf

Camino am Alsterlauf

Alsterlauf

Alsterlauf


Ich hatte gehofft, dass meine Füße mit der Zeit unempfindlicher gegen steinigen Waldboden werden. Allerdings muss ich zugeben, dass die Füße, nach jetzt dreiwöchiger Beanspruchung, empfindlicher sind als am Start.

Gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich das noch bessert! So habe ich dann nach einigen Kilometern den Camino verlassen und bin durch die Stadt gelaufen, wo ich meine Liebe zu glatten Betonplatten entdeckt habe!!!


fiese Steinchen

Sand mit kleinen,
fiesen Steinchen reizen
die Füsse sehr...

Betonplatten

Glatte Betonplatten
sind eine Wohltat
für meine Füße

feinstes Glas

Feinstes Glas -
Albtraum für Barfüsser...

Das fühlte sich so gut an, dass ich streckenweise ins leichte Joggen kam.


Ich habe dann einen Abstecher zu meinem alten Freund Bernhard gemacht, der mich mit Wasser, Kaffee, Kuchen und Apfel verwöhnte!


Bernhard

Mit meinem alten Freund Bernhard

Bernhard und seine leider verstorbene, bezaubernde Frau Marlies haben mich vor 20 Jahren immer einen Tag in der Woche zum Mittagessen bei sich zuhause eingeladen. Das war eine schöne Tradition, an die ich mich gern erinnere.

Anschließend bin ich noch 7,5 km bis zum Hotel gegangen, das mir heute von meiner lieben Freundin, Jutta Wübbe, bekannt als "Marlene Jaschke", gesponsert wird.


Marlene Jaschke

Marlene Jaschke

25,5 km war die heutige Etappe, die ich trotz der zwei leider noch vorhandenen Splitter recht zügig geschafft habe!

 



14Juni 2017

 

Nach einer erholsamen Nacht bin ich gegen 07:00 gestartet.

Etwas gehandicapt, da ich in der rechten Ferse zwei Splitter habe, die aber so tief sitzen, dass ich sie nicht ohne Verletzung der Haut rausbekomme. Und eine Hautverletzung unter dem Fuß, möchte ich nicht riskieren.


Marius

Marius, der gute Geist des Tages...

Glücklicherweise hat Marius, vom Gästehaus Bargfel-Stegen, mir angeboten, den Rucksack schon zum nächsten Hotel zu fahren. Das war heute wieder eine große Hilfe! Zumal ich mich die ersten 10 km teilweise durch tiefen Morast arbeiten musste, wobei mir wieder der linke Knöchel umgeknickt ist und anschwillt😟


linker Fuß

Linker Fuß geschwollen,
rechts normal...

Camino

Camino gefunden...

Alsterlauf

Camino am Alsterlauf
bei Poppenbüttel

grober Asphalt

Grober Asphalt und
links hohes Gras...

Es ging danach etwas langsamer voran.

Nach 29 km bin ich dann humpelnd aber glücklich "Daheim "angekommen!


Frau Randel

Mit der Hotelchefin
Frau Randel

Daheim deshalb, weil ich im Hotel Rosengarten immer eine Woche im Monat übernachte, wenn ich meine Praxiswoche in Hamburg habe!

Am Abend erwartet mich noch ein Essen mit der Tagespatin Heidi Voigt und Ihrem Mann Wulf.


Heidi und Wulf

Heidi und Wulf P. Voigt

Beide sind sehr liebe Freunde.

 



13Juni 2017

 

Die 400 km Marke ist geknackt.


Grabau

Hier habe ich die 400 km überschritten

Heute war der 2.Tag mit dem Team vom NDR. Wir sind 21 km von Bad Oldesloe bis Bargfeld-Stegen gegangen.


Lisa und Laura

Lisa und Laura vom NDR auf Motivsuche

Die Wanderwege sind hier sehr gut ausgebaut und auch beschildert, allerdings fordert der Weg dem Barfußläufer alles ab 😉 Durchweg geht man auf steinigem Sandweg, was ungefähr wie grobes Schmirgelpapier unter den Füssen wirkt.

Heute kam auch zum ersten Mal der Sekundenkleber zum Einsatz, nachdem ich mir eine kleine Scherbe eingetreten habe.


Martina

Friseurengel Martina

In Bargfeld-Stegen ging ich zum Friseur, wo mir die nette Martina Kopf und Bart geschoren hat und das Ganze für den guten Zweck, ohne Bezahlung!


Gisela

Meine sehr nette Gastgeberin Gisela Tausch

Glücklich kam ich dann im Gästehaus bei der sehr netten Gisela Tausch an, wo ich schon mit einer Bananenmilch, herzlich empfangen wurde.

Mein Fuß macht weiter Fortschritte 😉👣

Ich hatte noch eine schöne Abendüberraschung:

Meine Schwester, die mit Ihrer Familie in der Nähe lebt, besuchte mich hier lud mich zum leckeren Abendessen ein!

 



12Juni 2017

 

Heute hat mich den ganzen Tag ein Team vom NDR begleitet. Wir sind 35 km vom schönen Lübeck bis nach Bad Oldesloe gelaufen.


Wegweiser

Ein deutlicher Wegweiser

Die Strecke hat meine Füße gut gefordert, aber alles ist heil😉


Spruch

Ein stimmiger Spruch am Wegesrand

Klein Wesenberg


Der lädierte Fuß wird auch immer besser. Bewegte Bilder gibt es Mittwoch im NDR Schleswig-Holstein Magazin um 19:30 Uhr!

Am Brunnen, am Rathaus, würde ich von Stefanie Jankuhn abgeholt, die mich mit ihrem Mann Gerd, heute zu einem Abendessen und einer Übernachtung einladen.

Bin jetzt schon da und es duftet lecker...

 



11Juni 2017

 

Heute habe ich einen "Schontag" im schönen Lübeck eingelegt.

Nachdem mein angeschlagenes Bein mich so wacker durch die letzten zwei Wochen getragen hat, habe ich ihm heute Erholung versprochen.

Nach einem guten Frühstück im netten "Hotel zur alten Stadtmauer", bin ich gemütlich, im comoden Tempo, einmal um die "Insel", d.h. die Innenstadt gegangen. Das waren 7 km und soll für heute genug sein.


An der Stadt-Trave

An der Stadt-Trave

Impressionen

Impressionen aus Lübeck

Holstentor

Holstentor

Marzipan aus Lübek

Marzipan aus Lübeck

Museumshafen

Am Museumshafen

Lübecker Gasse

Fuß an typisch
Lübecker Gasse


Am Nachmittag die ganze Zeit im Hotel verbracht und Füße immer wieder schön mit "Regulat Skin Energy Mousse" gecremt und massiert!

Am Abend treffe ich noch eine liebe Freundin, die mich hier besucht und zum Essen eingeladen hat!

Das Leben ist schön!!!

Morgen um 08:00 Uhr gehts wieder los und über die nächsten 2 Tage wird mich ein Filmteam vom NDR für das Schleswig-Holstein Magazin begleiten!

 



10Juni 2017

 

"Danke an Mecklenburg-Vorpommern!"

Nachdem ich gestern von Familie Dressler-Meier zur Übernachtung und einem wundervollem Abendessen eingeladen wurde,


Fam Deßler-Meier

Köstliches Abendessen mit Familie Dressler-Meier


sind wir - Kerstin hat mich heute begleitet - in Schönberg bei herrlichem Wetter gestartet.


Kerstin und ich

Start in Schönberg mit Kerstin,
die mich heute begleitet hat


Umweg

Morastiger Umweg...

Es war eine schöne Strecke, auf der wir uns kurz verlaufen haben und uns auf einem sehr morastigen Waldweg wiederfanden.


Glücklicherweise kam uns ein Jäger entgegen, der uns aufklärte und den rechten Weg beschrieb. So mussten wir ca. 1 km durch den Morast zurück.

 

In der "Pahlinger Heide" überquerten wir dann die alte DDR/BRD Grenze



Auf dem Camino kurz vor
der alten DDR/BRD Grenze


Wir stehen auf der alten "Zonengrenze".
Heute die Grenze zwischen
Mecklenburg-Vorpommern und
Schleswig-Holstein

und nach insgesamt 25,9 Km kamen wir im "Hotel an der alten Stadtmauer" in Lübeck an, wo uns Kerstins Mann Lorenz schon mit einem kühlen Bier erwartete!

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, denen ich in Mecklenburg Vorpommern begegnet bin! 350 km bin ich durch dieses schöne Land gepilgert.

Es war wunderschön mit und bei Euch!!!

Ich komme wieder!

 



09Juni 2017

 

Um 09:30 startete ich mit meinen heutigen Begleitern in Grevesmühlen.


Heike und Manfred

Meine heutige Begleitung, Heike und Manfred, am Start
vor der Pension Seba in Grevesmühlen


Wir hatten ein Traumwetter und sind gemütliche 21 km gegangen.

Der heutige Freitag kam mir mit den Beiden wie ein familiärer Sonntagswandertag vor! Wir sind durch schöne Landschaften gelaufen, hatten gute Gespräche und haben nette Menschen auf dem Weg getroffen.


Katrin

Katrin, die mich aus dem Fernsehen kannte, mit den Zwillingen
Hannes und Nele.

Sogar die Polizei, die uns auf einer Nebenstraße zunächst überholte, ist wieder umgedreht, um anzuhalten und mir Glück für die Tour zu wünschen! Sie hatten mich vorgestern im NDR gesehen.


Aldo im Gelände

Aldo im Gelände

Manni im Gelände

Manni im Gelände


Mühlengraben
Mühlengraben

Gänse im Paradies
Gänse im Paradies

Alles in allem ein wirklich schöner, inspirierender und entspannter Tag. Das Bein ist auch wieder ein Stückchen dünner geworden.

 



08Juni 2017

 

"Freud und Leid": Diese beiden Dinge folgen ja manchmal dicht auf einander 😉

Leid: Als ich heute Morgen erwachte, stellte ich mit Schrecken fest, dass mein Telefon über Nacht nicht aufgeladen wurde. Kurz erfasste mich Panik, da ich so meine App, die die Kilometer dokumentiert, nicht benutzen konnte 😳

Freude: Es war nur das Netzteil kaputt und ich konnte mit dem Kabel noch einen Rest aus der mitgeführten Powerbank saugen.

Weitere Freude: Mein lieber Freund Martin, mit dem ich gestern Abend zum Gästeabend in der Wismarer Loge eingeladen war und wir dort einen sehr schönen Abend verbrachten, konnte mir sein Netzteil leihen, damit ich heute Abend nachladen kann.

Weitere Freude: Morgen bringt mir mein Webmaster Manfred, der mich mit seiner Frau Heike, morgen begleitet, ein neues Ladekabel mit!

Weitere Freude: Ich glaube nicht zuletzt meinem "Leib und Magenmittel" Regulatpro Arthro, von Dr. Niedermeier, dass ich in den letzten Tagen in doppelter Dosis genommen habe, ist es zu verdanken, dass mein Fuß sich sehr gut erholt und sogar die heute zum Teil sehr anspruchsvolle Strecke, inklusive kopfüber Sturz in einem Wald, sehr gut überstanden hat!

Freude: Schöne Begegnungen mit Achim in Wismar, Ingo in Weitendorf, der mir den wunderschönen "Kunstweg" zwischen Weitendorf und Alt Jassnitz zeigte und Ralf, einem Triathleten, der seine Laufrunde unterbrach und einige Kilometer mit mir ging!


Achim aus Wismar

Achim aus Wismar

Ingo aus Weitendorf

Ingo aus Weitendorf

Kunstweg

Kunstweg

Kunstweg

Kunstweg

Kunstweg

Kunstweg

Leid: Als ich von Ralf in ein Waldstück verabschiedet wurde, habe ich mich nach wenigen Kilometern verlaufen. Der Weg endete im Dickicht und beim Versuch den Wald über einen Schotter- und Steinwall zu verlassen, bin ich kopfüber gestürzt und habe mir einige Schürfwunden zugezogen.

Freude: Alles ist heil geblieben!!!

Die ersten 300 km sind geschafft!!!

 



07Juni 2017

 

Heute Nacht habe ich wirklich sehr am Gelingen meiner Tour gezweifelt!

Ich bin um kurz nach 02:00 Uhr aufgewacht und hatte starke Schmerzen im Fußgelenk. Als ich aufgestanden bin, konnte ich nicht auftreten vor Schmerzen. Habe dann intensiv meditiert und bin darüber eingeschlafen.

Als ich heute Morgen um 06:00 Uhr mit meiner Begleiterin Mareile gestartet bin, konnte ich nur humpeln und habe ehrlich gesagt gedacht, ich schaffe es nicht bis Wismar...Der schon gestern beschriebene Majordomus des Ostseehotels Neubukow, Bernhard Krüger, hat auch heute meinen Rucksack extra nach Wismar gefahren. Bernhard ist ein Engel auf Erden...!

Dann geschah das Wunder:

Mit jedem Kilometer wurde mein Fuß dicker, aber die Schmerzen weniger und ich konnte fast normal laufen!


Fruendshotel

Nach 29 km in Wismar im
Fründtshotel angekommen.

Nach 29 km sind wir glücklich am "Fründtshotel" in Wismar angekommen! Jetzt bin ich wieder hoffnungsvoll!!!

Fahre gleich ins NDR Sendehaus nach Schwerin, wo ich heute um 19:30 Uhr Gast in der Sendung "Nordmagazin" bin.

Freue mich auf morgen.

 



06Juni 2017

 

Wieder waren heute "Gute Geister" mit mir.

Im Vorfeld graute es mir vor der heutigen Etappe. Geplant waren 37 km und das mit meinem noch mehr schmerzenden Fußgelenk. Der erste Engel war Bernhard Krüger vom Ostseehotel Neubukow, der mir spontan anbot, meinen Rucksack in Rostock ab zu holen und schon nach Neubukow zu bringen. Er kam um kurz nach 06:00 Uhr zum Hotel und so konnte ich mit Mareile, Brigitte und Diana, um 06:30 im Trihotel Rostock starten.


Mareile, Brigitte, Diana

Meine heutigen Mitläuferinnen Brigitte, Mareile und Diana

Brigitte und Diana sind zwei erfahrene Jakobspilgerinnen, die mich am Vortag anriefen und Ihr Mitlaufen angesagt haben. Das war ein riesiger Gewinn für heute, denn ohne die beiden wäre meine Tour heute nicht zu schaffen gewesen. Die von mir geplante Route hätte am Ende ca. 57 km gedauert und die wären mit meinem schmerzenden Bein heute niemals machbar gewesen. Die beiden kannten sich aus und so waren wir nach 39 km am Ziel!

Tausend Dank Euch beiden!!!!!

Und zur Krönung des Tages sind wir von besagtem Bernhard und seiner Lebensgefährtin noch zum privaten Abendessen eingeladen, da unser Hotel heute den Restaurantbetrieb geschlossen hat!!!


Bernhards Zauberei

Bernhards Zauberei:
Mit Truthanfleisch, gefüllter Kohlrabi auf
Reis und geheimer Soße.
Dazu Gurkensalat mit Kürbiskernöl
und Balsamico! Ein Gedicht.

Ein schmerzhafter aber glücklicher Tag!!!

 



05Juni 2017

 

In Anbetracht der morgigen 40 km und meines angeschlagenen Fußgelenks bin ich heute nur 16 km in und um Rostock herum gelaufen.


Rostock

Hafen

Am Rostocker Hafen

Hafen

Blick auf den Rostocker
Yacht Club

Bronzeueberblick

Bronzeüberblick von Rostock

kuehles Bier

Fischbrötchen und ein kühles
Bier am Rostocker Hafen

Rathaus

Rostocker Rathaus


Das Wetter war herrlich, aber mein Gelenk macht mir Sorgen 😟


das geschwollene Gelenk
Das geschwollene Fußgelenk
nach dem heutigen Tag...

kuehlpad

Wenn man kein Kühlpad hat,
tun es auch die Flaschen
aus der Minibar.


Dennoch, ich schaffe das!!!

 



04Juni 2017

 

Ich wünsche Euch allen frohe und friedvolle Pfingsten!

Heute hat es geschüttet wie aus Eimern.


Steffen Schuldt
Foto mit Steffen Schuldt, dem sehr netten Inhaber

 

Nach einer herrlich, erholsamen Nacht und einem wirklich opulenten Frühstück in der "Café-Pension Steffen", ,ging ich bei Nieselregen los, der sich aber sehr schnell in starken Regen, z.T. sogar Hagel, wandelte. Da ich gestern mit dem linken Fußgelenk umgeknickt bin, war ich froh, dass die Strecke recht einfach, gut gangbar und nicht zu lang war.


Eine Erleichterung war die Begegnung nach 9 km, mit Familie Adolphi aus Bahlenhüschen, die grade im Urlaub auf dem Darß sind und mir spontan anboten meinen Rucksack in mein Hotel zu bringen.


Adolphi


Danach sind sie mir nochmal BARFUSS!!! entgegen gekommen und haben mich bis zum Ziel begleitet. Grossartig!!!Auf dem Foto fehlt die Mama, die das Foto geschossen hat. Vollkommen durchnässt sind wir nach 15 km im "Trihotel" in Rostock angekommen. Und was sehe ich? Das Hotel hat eine Sauna!!! Nachdem mich Familie Adolphi zu einem leckeren Mittagessen eingeladen hat, ratet mal wie der Rest des Tages verlaufen ist....😓😴🍷

 



03Juni 2017

 

Heute bin ich wieder fast 20 km auf einer stillgelegten Bahnstrecke bis nach Sanitz gelaufen. Das ist der ausgewiesene Pilgerweg. Diese Strecke war glücklicherweise nicht mit Asphalt überzogen, sondern naturbelassen, mit unterschiedlichem Waldboden.


fuß


Die Landschaft war schön und ich durchquerte einige kleine Dörfer, bis ich nach 27,7 km im Café Steffen in Sanitz gelandet bin.

Vom Wetter her war es zunächst sonnig und nach einem Drittel der Strecke fing es an zu regnen. Es hat Freude gemacht im warmen, leichten Sommerregen zu gehen.

Eine schöne Begegnung hatte ich mit Anne und Uwe aus Rostock, die mich im Radio gehört und im Fernsehen gesehen hatten. Als sie mich jetzt auf einer kleinen Nebenstraße sahen, hielten sie spontan Ihr Auto an, stellten es am Straßenrand ab und gingen ein Stück mit mir.



Anne und ich auf dem Tagesfoto

Überschattet war der Tag in meinem Gemüt, da ich gestern Abend von der Terrorwarnung und Räumung des "Rock am Ring" Festivals aus dem Fernsehen erfahren habe, auf dem sich eine meiner geliebten Töchter mit ihren Freunden befand😟Gott sei Dank ist alles gut gegangen!!!

 



02Juni 2017

 

Heute war ein entspannter Tag in dem schönen Örtchen Bad Sülze angesagt.

Um die Füße bei Laune zu halten, habe ich einen lockeren 9,4 km Marsch in und um den Ort herumgemacht. Eine Entdeckung war das "Café-Wunder-Bar", ein modernes Café mit tollem Personal und dem Herz am rechten Fleck, mitten im Ort bei der Kirche!


 

Sie ermöglichten mir auf ihrer schönen Terrasse 2 Radiointerviews per Telefon zu führen und mit dem NDR einen Fernsehauftritt zu planen (Mittwoch 07.06. 19:30 im NDR MV "Nordmagazin" ).

In meiner Pension wäre das nicht möglich, da ich weder Internet noch vernünftigen Telefonempfang hatte. Ich habe dort lecker gegessen und getrunken!!!

Nun ist ausruhen angesagt und Morgen geht es weiter nach Sanitz.

 



01Juni 2017

 

Um 08:30 bin ich in der "Pension am Wäldchen" in Jakobsdorf gestartet.
Das Wetter war leicht windig und die Sonne hat sich später mehr und mehr durchgesetzt 🌞


sonnenschein


Im nächsten Ort gab es eine schöne Begegnung mit den Kindern und ihren Erzieherinnen vom Kindergarten "Sonnenschein". Wenn das kein gutes Omen ist...Danach ging es 20 Km auf der alten nun mit Asphalt zum Fahrradweg umgestalteten Bahnstrecke Richtung Tripsee. Leider haben sie den Asphalt ziemlich grob und körnig gehalten, so dass meine Füße gut gefordert wurden, aber die schöne Begegnung mit den "Sonnenscheinkindern" hat mich nachhaltig getragen!


schatten
Jeder noch so kleiner Schattenwurf
wird dankbar ausgenutzt...

Meine noch fast volle Trinkflasche aus Hartplastik rutschte mir, ziemlich am Anfang der 20 km, beim Versuch sie einhändig aus dem Rucksack zu holen, aus der Hand und zerbrach. So hatte ich die nächsten 4 Std. nichts zu trinken, was sich an der Fitness dann doch bemerkbar machte. Ein "Netto" am Eingang war mein Erlöser und der erste halbe Liter Apfelschorle ging in einem Zug herunter! Heute ging es leider fast ausschließlich auf Asphalt weiter und ich war froh, nach knapp 9 Std. und 36,3 km, in meiner Pension angekommen zu sein. Danke an meine Füße, die auch diese Strapazen wieder verletzungsfrei überstanden haben🙏🏽👣

 



31Mai 2017

 

Geburtstag meiner lieben Tochter Romana herz

 

 

Heute war das dominierende Element Wind. Bin um 8:30 Uhr in Altefähr gestartet und musste gegen heftigen Wind laufen. Hat aber meistens Spaß gemacht.

 

 

Eigentlich war heute nur eine Strecke von 24 km geplant, es kam aber anders...Dazu später. Nun kam ich trotz heftigem Wind gut voran, allerdings flog mir auf einer Allee ein Ast an den Kopf und ich realisierte, dass ich etwas achtsamer im Punkto brechende und fallende Äste sein sollte.

 

 

Als ich von der Allee herunter kam, ging es in ein Waldgebiet und dort habe ich mich verlaufen, so dass ich schließlich nach 39,7 km und 9 Std. Müde aber glücklich in der Pension "Am Wäldchen " angekommen bin. Vom Untergrund hatte ich heute alles dabei. Modder, angenehmer Waldboden, unangenehmer Waldboden, Schotter, harter Asphalt und den Füßen schmeichelnder Asphalt😉

 

Die ersten 100 km sind geschafft.

 

 

Ich freue mich auf die restlichen 2000!

 



30Mai 2017

 

Pilgern kann gefährlich werden😉

Heute musste ich mit einigen Hürden kämpfen. Der Morgen fing um 06:30 Uhr bei einem guten Frühstück im Gesellschaftshaus Bergen sehr gut an. Der Besitzer, Peter Lüdke, ist ein Original und führt das Haus, das seit 1920 im Familienbesitz ist! Davor war es das Logenhaus des Guttempler Ordens.


Dann musste ich mich wegen diverser Baustellen, ca. 16 km, immer an der Bundesstraße entlang quetschen wie Ihr am Bild sehen könnt. Noch dazu goss es in Strömen und auch Hagelschauer bin ich durchlaufen! Die Füße waren so aufgeweicht, dass ich die Befürchtung habe, mir könnten heute Nacht Schwimmhäute wachsen.😉

Nach 8 Std. und 29 km bin ich dann im inzwischen sonnigen Altefähr angekommen, wo mich kurz vor meinem Hotel der Ortsfotograf mit einem Wasser begrüßte! Es gab trotz der Schwierigkeiten auch heute wieder schöne Begegnungen wie mit Herrn Diekelmann in seinem Miniaturparcours sowie Maik und Dirk von der Agrar-Produktions- und Vertriebsgesellschaft. Sehr nette Menschen! (Fotos in der Galerie).

Auch die Autofahrer haben wieder gehupt und gewunken. Die Füße mussten sich heute echt beweisen und ich bin stolz auf die Beiden!!! Sie sind ohne Verletzungen davongekommen!

Nun freue ich mich auf mein Bett!

 

 



29Mai 2017

 

Nach 7 Std. und 26 km, bin ich glücklich im "Hotel Gesellschaftshaus" in Bergen auf Rügen angekommen.


Am Start in Sassnitz habe ich noch eine Pilgermuschel und einen besonderen Stein von der wundervollen Heike Seelenbinder mit auf den Weg bekommen! Heike kümmert sich ehrenamtlich um die Pflege und Betreuung des Camino auf Rügen. Sie hat mich am Abend auch noch kurz in meinem Hotel in Bergen empfangen. Fast hätte es mit dem Hotelzimmer nicht geklappt, denn am Mittag hat es im Untergeschoss gebrannt!

Die Tour, auf der mich die ersten 14 Kilometer Iris Strang begleitet hat, war wunderschön. Wir kamen durch herrliche Wälder und schöne Wege am Wasser entlang. Allerdings hatten die Mücken es in Hundertschaften auf uns abgesehen. Nachdem ich dann auf die Idee kam, uns mit Kokosöl einzureiben, waren wir für die Horden nicht mehr ganz so schmackhaft. Guter Tipp!!!

Bevor mich Iris verlassen hat, haben wir noch einen Geheimtipp für Freunde von Räucherfisch gefunden! Sehr versteckt in der Nähe des Bahnhofs Lietzow führt Martin die einzige traditionelle Fischräucherei auf der Insel. Sehr urig und extrem lecker!!! Es lohnt sich ein Abstecher!!!

Die Presse hat auf der Insel und in ganz Mecklenburg Vorpommern anscheinend eine sehr gute Arbeit gemacht. Auf der Straße hupten viele Autos, die Insassen winkten mir fröhlich und freundlich zu. Manche riefen: "Viel Glück" oder "Du schaffst das". Mehrere Fußgänger sprachen mich an und meinten sie hätten gerade über mich gelesen oder im Radio gehört. Auch Radfahrer hielten an und schoben ihr Rad neben mir her, um etwas über meine Mission zu erfahren! Das hat mich sehr aufgebaut und motiviert!!!

Ich bin dankbar, dass ich das erleben darf.

 



28Mai 2017

 

img2805

 

Heute war es nun endlich soweit!

Ich bin um 04:00 Uhr aufgestanden und vor Sonnenaufgang zu einer 7km "Aufwärmtour" gestartet. Ab 10:00 Uhr fast 5 Std. mit einem sehr guten und netten Team vom NDR gedreht. Mit ihnen bei um die 30 Grad Celsius nochmal ca. 6 km zurückgelegt, über "Stock und Stein", so daß die Füße ordentlich gefordert wurden.

Ab 15:00 Uhr noch einige Radiointerviews gegeben und dann am Abend noch mit lieben Freunden und meinen Eltern, die mich in Sassnitz überrascht haben, essen gegangen. Ich hatte einen leckeren "Sassnitzer Sprotten Teller" mit Bratkartoffeln! Sehr lecker und eine riesengroße Portion, die ich nicht geschafft habe.

Morgen ist dann der offizielle Start um 10:00 Uhr. Bis Bergen sind es ungefähr 28 km.

Bin gespannt und in Vorfreude!

 



07März 2017

300 Km mehr!!!


Liebe Freunde, seit meinem letzten Blog hat sich einiges getan. Ich habe fleissig trainiert, mir im Winter bei einem Dreh für RegioTV BW, 4 Zehen erfroren (2. Grades) und in der vergangenen Woche von World Records erfahren, dass der alte Rekord von 2013 eingestellt wurde und der neue, von mir zu überbietende, nun bei 2080,14 KM liegt!!!

Nun muss ich meine Tour entsprechend anpassen. Die Route bleibt gleich, ich starte jedoch einen Tag vorher schon auf Rügen und mache einige Kilometer an der Küste, bevor ich dann am 29. 05. Richtung Bergen aufbreche. Das ZDF und der NDR haben sich angekündigt um beim Start dabei zu sein! Meine geplanten Ruhepausen werde ich jetzt durchlaufen müssen, um die 300 KM mehr unter zu bringen. Glücklicherweise sind meine Zehen, auch dank täglich zweimaligem einsprühen mit „Rechtsregulat“, nach zweieinhalb Wochen wieder einsatzfähig gewesen, so dass ich gut im Training bin! Ich sende Euch meine besten Grüße und Wünsche, Euer Aldo

 



21September 2016

Degeneration unserer Füße


In der westlichen Gesellschaft halten wir es für selbstverständlich und normal, Schuhe zu tragen. Wir sind es von Kindesbeinen an gewohnt, unsere Füße immer gut einzupacken. Jegliches Barfußlaufen wird schon den Kindern untersagt. „Zieh Dir was an die Füße sonst, holst Du Dir was weg!“ Solche und ähnliche Zitate sind uns wohl allen aus eigener Erfahrung geläufig. Wenn man wie ich seit September 2015, selbst im Winter mal barfuß in der Stadt unterwegs ist, erntet man in der Regel ungläubige Blicke von Mitleid bis hin zu Empörung. Füße zeigen Igitt! Ist das nicht unhygienisch? Tritt man da nicht ständig in Hundekot oder Scherben? Solche und ähnliche Fragen tauchen auf. Wo kommen die befremdenden Reaktionen her? Schon im Babyalter, selbst wenn wir noch gar nicht laufen können, bekommen wir die ersten Schuhe. Danach die „Lauflernschuhe“. Ein riesiges Geschäft, denn die Minischuhe kosten oft genauso viel wie die Schuhe für Erwachsene. Sie sollen verschiedene Funktionen erfüllen. Auch solche, von denen man vor hunderten von Jahren nicht mal wusste, dass man sie braucht. Die natürliche Fuß- und Wadenmuskulatur und ebenso das gesamte Knochengerüst hat keine Chance mehr, sich der Natur gerecht auszubilden. Hier werden die ersten Weichen für spätere Rückenprobleme gesetzt.

Natürlich schützen uns die Schuhe vor Kälte. Oder auch vor Scherben etc. Aber ich kann jetzt aus der Erfahrung von einem Jahr nahezu ständigem Barfusslaufen sagen, dass man die Scherben, die gefährlich werden könnten, in der Regel sieht. Jedenfalls habe ich mir in der ganzen Zeit noch keine ernsthafte Fußverletzung zugezogen. Am Anfang, als ich noch ungeübt war, habe ich mir bei einem längerem Barfußgang, bei -6 Grad Celsius, leichte Erfrierungen geholt. Mittlerweile sind meine Füße viel abgehärteter und sowohl Kälte als auch heißer Asphalt werden von den Fußsohlen ohne Probleme bewältigt. Ein Wunderwerk der Natur, wenn wir ihnen die Chance geben.

 



01September 2016

Barfuß zum Weltrekord

Ein Therapeut und Schauspieler wandert durch Deutschland

 

Bericht vom 01.09.2016 im RegioTV Bodensee

 



21August 2016

Trainingstour „Rund um den Untersee“.

 

Liebe Freunde,

am Wochenende habe ich eine Tour „Rund um den Untersee (Bodensee)“ gemacht.

 

1.Tag: Radolfzell-Markelfingen-Allensbach-Hegne-Wollmatingen-Konstanz = 22 Km.

Ich bin um ca.10:30 Uhr von Radolfzell gestartet und fühlte mich sehr gut. Die ersten Kilometer gingen flüssig, und ich bin mit ca. 5 km/h unterwegs gewesen. Der Himmel war bewölkt und die Tageshöchsttemperatur etwa bei 22 Grad Celsius. Meinen Füssen zuliebe habe ich, wenn möglich, den Radweg benutzt, denn die Radwege sind in der Regel besser asphaltiert als die Fußwege. Bei den, auch auf dieser Tour, ausgewiesenen Wanderwegen, geht man meist auf Schotter. Für meine Fußsohlen immer wieder eine Herausforderung :-). Ich kam dennoch ganz gut voran, immer den schönen Untersee auf meiner rechten Seite. Um 16:00 Uhr kam ich in Konstanz, in meinem Hotel Barbarossa, an und freute mich nach einem guten Essen, Bier und Kaffee, auf die Regeneration im Bett!

 

2. Tag: Konstanz-Gottlieben-Ermatingen-Mannenbach-Berlingen-Steckborn-Mammern-Stein am Rhein = 32 Km.

Es fiel mir schwer um 06:30 Uhr auf zu stehen. Die Füße schmerzten und brannten. Meine ersten Schritte erinnerten an einen Mann mit schwerster Arthrose :-). Da ich aber 32 Km zu absolvieren hatte, wollte ich früh los, denn es sollte heiß werden und ich hatte Respekt vor dem aufgeheizten Asphalt. Nach dem Frühstück zog ich also gegen 07:30 Uhr los. Es wurde dann wirklich noch um einiges wärmer, die Sonne schien durchgängig und der Asphalt verlangte mir einiges ab. Kurz nachdem ich aus Konstanz und Kreuzlingen heraus kam, konnte ich eine längere Schotterstrecke nicht umgehen. Irgendwann war der Schmerz unter meinen Füßen so groß, dass ich auf den Radweg wechselte. Die Radwege sind wenigstens mit Asphalt, wenn auch unterschiedlicher Güte, ausgebaut. Der Asphalt war wiederum sehr aufgeheizt aber, oh Wunder, meine Fußsohlen machen das mittlerweile mit!!! Vor zwei Wochen ging das noch nicht. Was für ein Wunderwerk unser Körper doch ist! Mein erster Stopp war nach 19 Km in Berlingen. Dort habe ich zum Mittag eine Rinderbrühe und ein Rinderschnitzel mit Romanes und Kartoffeln gegessen. Dazu ein schönes Bier und einen Espresso. Das gab mir neue Kraft! Danach kämpfte ich mich bis Mammern, wo ich nochmal einen Stopp einlegen musste. Etwas Regeneration und ein schönes Bier habe ich genossen. Noch 6 Km bis Stein am Rhein! Am Abend kam ich wirklich an meine Grenze und erreichte überglücklich mein Hotel Rheinfels. Dort habe ich ein leckeres Bodenseefelchen gegessen und bin schnell in mein Bett gefallen.

 

3. Tag: Stein am Rhein-Öhningen-Kattenhorn-Wangen-Hemmenhofen-Gaienhofen-Horn-Gundholzen-Iznang-Radolfzell = 18 Km.

Bin früh aufgestanden und nach dem Frühstück gegen 08:00 Uhr aufgebrochen. Die Füße brennen und sind ziemlich sensibel. Auch habe ich starken Muskelkater in den Waden. Vom schmerzenden Rücken (15 KG Rucksack) ganz zu schweigen. Nun geht es auf die Höri, eine wunderschöne Halbinsel auf der ich 7 Jahre gewohnt habe. Bis nach Öhningen war der Weg noch asphaltiert. Bin dort über die „grüne Grenze“ gegangen und da fing direkt eine unumgängliche Schotterstrecke an. Die Schönheit dieser Halbinsel, die auch viele Künstler inspiriert hat, so wohnten hier z.B. Otto Dix, Hermann Hesse und viele mehr, entschädigte mich für die Schmerzen. Es ist wirklich wunderschön und man hat meist den freien Blick auf den Untersee. Nach 17 Km kam ich in Iznang an und setzte von dort mit dem Schiff über nach Radolfzell, wo ich meine Reise beendete. Es war eine tolle Erfahrung und mein Respekt vor den 1800 Km im nächsten Jahr wächst weiter.

 



18Mai 2016

Nun ist es offiziell!!!


Meine Tour wurde von Guinness World Records offiziell als
"Longest barefoot journey" angenommen!


Ich freue mich.

 

Longest barefoot journey

 



05 Februar 2016

Fußschmerzen


Immer wieder kommen Patienten mit stechenden Fußschmerzen in meine Praxis. Manchmal ist es ein Dauerschmerz, manchmal auch nur kurzzeitig. Die Patienten berichten, dass die Schmerzen meist bei Belastung und bei längerem Gehen oder Stehen in den Zehen und im vorderen Fußbereich auftauchen.
Auch Taubheit oder heftiges Brennen der Zehen wird berichtet. Die Schmerzen klingen meist nach Belastungswechsel wieder ab.

„Am besten ist es, wenn ich meine Schuhe ausziehe!“

So höre ich immer wieder von den Patienten.

Bei diesen Beschwerden handelt es sich meist um ein sogenanntes Morton Neurom. Es beschreibt eine Schwellung des Plantarnerven im Vorderfuß. Er verläuft unter der Fußsohle und wird vom Druck des gesamten Körpers und der Mittelfußknochen belastet. Dort tritt in der Regel auch der Schmerz auf und strahlt meist in Form von Missempfindungen an der Unterseite der 3. und 4. Zehe aus. Unsere Füße haben sich vor langer Zeit unter den Bedingungen des Barfußlaufens entwickelt. Unser heutiges Schuhwerk schützt unsere Füße zwar vor Kälte und Verletzungen, doch die Abschirmung von seiner natürlichen Funktion lässt den Fuß degenerieren, da die Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder ihre eigentliche Aufgabe nicht mehr erfüllen müssen und sich in den so bequemen Schuhen nur noch „ausruhen“ dürfen.
Stellt Euch mal vor, ihr würdet Euch nicht mehr bewegen dürfen. Den ganzen Tag nur noch fest fixiert in einer hautengen „Liegeschale“ verbringen!
Hohe Absätze und Einengung der Zehen bringen den Fuß ebenfalls in Positionen, die auf Dauer belastend und schädlich sind.
Barfußlaufen kann hier eine deutliche Linderung bringen. Wenn dies nicht möglich ist, dann bitte wenigstens weites
Schuhwerk oder Barfußschuhe, die es mittlerweile von verschiedenen Anbietern gibt.

 



28Dezember 2015

Heute Morgen gab es noch Raureif und ich habe dabei eine Fläche übersehen, die mit Glassplittern bedeckt war. Als ich merkte, dass meine Fußsohlen voll mit 1-2mm großen Glasstückchen waren, habe ich kurz Panik bekommen! Nachdem ich meine Füße vorsichtig vom Glas befreit habe stellte ich fest, dass es nicht einmal eine kleine blutende Wunde gab!!! Das hat mich erstaunt und beflügelt. Das jetzt 3 Monate währende Barfußtraining hat meine Füße wohl schon gut abgehärtet. Vielleicht sollte ich, um auf der Tour ein bisschen Geld zu verdienen, über Scherben und Kohlen laufen!? Was für ein Wunderwerk ist doch unser Körper!!! Wir sollten uns öfter bei ihm bedanken! In diesem Sinne, guten Start ins neue Jahr!

 

Euer Aldo

 



24Dezember 2015

 

Weihnachtsengel

Die beiden "Weihnachtsengel!"
Conni und Petra begegneten mir am 24.12.2015
und waren ziemlich verwundert, dass ich barfuß
unterwegs war.

 



22Dezember 2015

Barfußlaufen und Gesundheit

 

Liebe Freunde, nach jetzt etwa zwei Monaten des Barfußtrainings merke ich wie die Füße sich verändern, stärker werden und andere Muskeln trainiert werden als beim Laufen mit Schuhen. Das natürliche Barfußlaufen tut der ganzen Körperstatik gut. Aber nicht nur Muskeln und Sehnen werden gestärkt. Durch verschiedenste Literatur bin ich auf das Phänomen „Negativionen“ gestoßen.

Clinton Ober beschreibt in seinem Buch: „Heilende Erden“, dass wir über den Hautkontakt mit der Erdoberfläche Negativionen aufnehmen. Die Erdoberfläche ist voll davon und mit dem Berühren nehmen wir sie in unseren Körper auf. Negativionen sind die kleinstmögliche, negative elektrische Ladung. Wir brauchen sie um die zerstörende Kraft der „freien Radikalen“ zu unterbinden. Somit ist das Aufnehmen von Negativionen beim Barfußlaufen eine gute Präventivmaßnahme gegen viele Erkrankungen, u.a. auch Krebs. Als Therapeut meinen Patienten eine Empfehlung für eine Therapie geben zu können, die auch noch kostenlos und meistens machbar ist, gibt mir ein gutes Gefühl! Ein Mangel an Negativionen macht uns anfällig für Entzündungen. Der Kontakt mit Mutter Erde verbessert unsere Gesundheit. Der direkte Erdkontakt wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden aus. Durch das Barfußstehen oder -laufen stellen wir durch diesen Kontakt mit der Erde den naturgegebenen bioelektrischen Grundzustand unseres Körpers wieder her. Fehlt uns der direkte Erdkontakt, wird unser Körper anfällig für Fehlfunktionen, Erkrankungen und wir altern schneller.

Also liebe Freunde, Schuhe aus und barfuß durch die Welt! Ich bin froh, dass die Temperaturen es mir in diesem Jahr sogar noch am 22.12.2015 erlauben, täglich barfuß, mit meiner treuen Ridgebackhündin Abla, spazieren zu gehen.

 

Ich wünsche Euch allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr!

 

Euer Aldo